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Face Pull: die Schlüsselübung für die hintere Schulter

26/08/2026 Lecture 5 min
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Du willst deinen Oberkörper kräftigen, ohne deine Gelenke zu belasten? Der Face Pull gehört zu den Übungen, die Coaches am häufigsten empfehlen. Er trainiert eine oft vernachlässigte Zone und hilft dir, im Alltag aufrecht zu bleiben. Hier erfährst du alles, was du für eine saubere Ausführung brauchst.

Was ist ein Face Pull genau?

Es handelt sich um ein horizontales Ziehen auf Gesichtshöhe. Im Deutschen spricht man auch vom „Ziehen zum Gesicht" oder vom Nackenziehen. Das Prinzip ist einfach: Du ziehst ein Seil zur Stirn, die Ellenbogen bleiben hoch und weit außen, danach führst du die Bewegung kontrolliert zurück. Die Übung eignet sich für jedes Alter, vom Einsteiger bis zum Fortgeschrittenen, denn das Gewicht bleibt gering.

Welche Muskeln trainiert der Face Pull?

Hintere Schulter und hintere Kette

Das Hauptziel ist die hintere Schulter, also der hintere Deltamuskel. Der mittlere und untere Trapezmuskel, die Rhomboiden und die Außenrotatoren arbeiten ebenfalls mit. Diese kleinen Muskeln halten das Gelenk an seinem Platz und stabilisieren das Schulterblatt bei schweren Zugübungen.

Ein echter Gewinn für die Haltung

Wer zu lange sitzt, zieht die Schultern nach vorn. Das hohe Ziehen wirkt dieser Tendenz entgegen: Es kräftigt den oberen Rücken und entlastet den Nacken. Das Ergebnis: eine spürbar bessere Haltung und weniger Schulterschmerzen. Genau deshalb taucht der Face Pull als sehr leichte Abschlussübung in fast jedem Trainingsplan auf.

Face Pull am hohen Kabelzug: so geht's

Die Ausgangsposition

Für die Standardvariante nutzen wir einen hohen Kabelzug mit Seil. Stelle den Griff etwas über Kopfhöhe ein. Die Hände fassen das Seil im Neutralgriff, die Daumen zeigen nach hinten. Gehe einen Schritt zurück, damit von Anfang an Spannung da ist, und fixiere dann deine Position: Füße versetzt, Rumpf angespannt, Oberkörper stabil.

Die Ausführung Schritt für Schritt

Ziehe das Seil zum Gesicht und führe die Hände dabei auseinander. Die Ellenbogen kommen auf Schulterhöhe, nie tiefer. Halte am Endpunkt eine Sekunde und ziehe die Schulterblätter zusammen. Führe langsam zurück, ohne das Gewicht fallen zu lassen. Plane 12 bis 20 Wiederholungen für sauberes Arbeiten ein: Lange Sätze sind hier besser als schwere Gewichte.

Die häufigsten Fehler

Zu viel Gewicht ist Fehler Nummer eins: Der Körper weicht ins Hohlkreuz aus und die Ellenbogen sacken ab. Vermeide außerdem, den Kopf vorzuschieben oder nur mit dem Bizeps zu ziehen. Ist diese Lernphase überstanden, läuft die Bewegung automatisch ab.

Band, Seil oder Kurzhanteln: was passt zu dir?

Der Face Pull mit Widerstandsband ist die einfachste Variante. Das Band erzeugt eine ansteigende Spannung und eignet sich ideal für zu Hause oder unterwegs. Im Studio bietet das Seil am Kabelzug einen konstanten Widerstand und ein besseres Gefühl für die Bewegung. Also lieber Seil oder Band? Beides funktioniert gut, entscheide nach dem, was du zur Verfügung hast.

Auch den Face Pull mit Kurzhanteln gibt es: Oberkörper 45° vorgebeugt, dann ziehst du die Gewichte mit hohen Ellenbogen zur Stirn. Diese Variante ähnelt stark dem Reverse Fly und fordert die Lendenwirbelsäule deutlich. Bei empfindlichem Rücken lohnt sich eine Version in Bauchlage auf der Schrägbank.

Face Pull oder Reverse Fly: die Unterschiede

Der Reverse Fly isoliert die hintere Schulter mit gestreckten Armen. Beim Face Pull sind die Ellenbogen gebeugt und es kommt eine Außenrotation dazu. Er beansprucht daher Trapez und Rotatoren stärker. Im Vergleich zum aufrechten Rudern ist er deutlich schulterfreundlicher. Am besten kombinierst du beide Übungen innerhalb einer Woche.

Häufige Fragen zum Face Pull

Wie oft pro Woche? Zwei bis drei Einheiten reichen, jeweils am Ende des Trainings.

Braucht man spezielles Equipment? Nein. Ein Kabelzug, ein Widerstandsband oder ein Paar Kurzhanteln genügen völlig.

Ist die Übung für Anfänger geeignet? Ja, solange das Gewicht leicht bleibt und die Ellenbogenposition stimmt.

Kurz gesagt? Ein Zug auf Gesichtshöhe, der hintere Schulter, Trapez und die Rotatoren der Rotatorenmanschette kräftigt.

Damit hast du eine solide Grundlage. Wenn du weiterkommen willst, ist ein ausgebildeter Coach der sicherste Weg, Fortschritte ohne Verletzungen zu machen. Auf Koatcher findest du Profis in deiner Nähe, im Studio wie zu Hause.

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