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Zugübungen: Übungen, Geräte und Zubehör für den Rücken

27/08/2026 Lecture 5 min
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Zugübungen: Was diese Bewegung wirklich trainiert

Als Zugübungen gelten alle Bewegungen, bei denen du eine Last zu dir heranziehst. Im Fitnessstudio sind sie die wichtigste Bewegungsfamilie für den Rücken. Vorrangig beansprucht werden dabei der Latissimus, der mittlere Trapezmuskel, die Rautenmuskeln und der Bizeps. Mehrere Muskelgruppen arbeiten also in einem einzigen Satz mit. Genau das macht Zugübungen so effizient, wenn die Zeit knapp ist.

Zwei Anhaltspunkte reichen zur Orientierung. Kommt die Last von oben zu dir herunter, spricht man von vertikalem Ziehen. Kommt sie von vorne zum Bauch, handelt es sich um horizontales Ziehen. Alles Weitere ist nur eine Frage von Winkel, Griff und Ausrüstung.

Vertikales Ziehen: die Basis für den Latissimus

Der Latzug wird am hohen Kabelzug ausgeführt. Du sitzt, die Oberschenkel unter dem Polster fixiert, und ziehst eine Stange zum oberen Brustkorb. Die Bewegung ahmt den Klimmzug nach, nur lässt sich das Gewicht hier kilogenau dosieren. Deshalb steht sie bei Einsteigern fast immer am Anfang einer Rückeneinheit.

Den Latzug sauber ausführen

Greif die Stange etwas weiter als schulterbreit. Brust raus, dann die Ellbogen nach unten und hinten ziehen. Die Stange stoppt auf Höhe der Schlüsselbeine, nie tiefer. Führ sie anschließend langsam zurück: Die negative Phase zählt genauso viel wie der Zug. Der Oberkörper bleibt stabil, ohne Schwung aus dem unteren Rücken.

Gerade Stange, neutraler Griff oder enger Griff?

Eine gerade Stange im weiten Griff zielt vor allem auf die Breite des Rückens. Ein Zuggriff in neutraler Haltung verlagert die Arbeit in den unteren Latissimus und fordert die Arme stärker. Das Nackenziehen bringt die Schulter dagegen in einen extremen Winkel: Die Variante vor dem Kopf bleibt für fast alle die bessere Wahl.

Horizontales Ziehen: Dicke statt nur Breite

Rudern am unteren Kabelzug ergänzt den Latzug perfekt. Im Sitzen, Beine leicht gebeugt, ziehst du den Griff zum Bauchnabel und drückst die Schulterblätter zusammen. Diese Bewegung baut die Tiefe des Rückens auf und schützt die Schultern vor den Dysbalancen, die das Bankdrücken mit sich bringt.

Das Ruderdreieck, das vielseitigste Zubehör

Das Ruderdreieck liegt bequem in der Hand und folgt einer natürlichen Zugbahn. Es lässt sich in Sekunden am Karabiner der Station einhängen. Viele Profitrainer bevorzugen es bei langen Sätzen gegenüber der kurzen Stange, weil es die Handgelenke weniger ermüdet.

Rückentraining: zwei Varianten fürs Programm

Das Kurzhantelrudern führst du mit einer Kurzhantel aus, ein Knie und eine Hand stützen auf der Bank. Jede Seite arbeitet für sich, was Asymmetrien korrigiert. Die stärkere Seite kann die schwächere nicht mehr ausgleichen.

Das aufrechte Rudern zielt dagegen auf Deltamuskeln und Trapez. Du ziehst eine Stange eng am Körper nach oben, die Ellbogen bleiben hoch. Begrenze die Bewegung auf Brustbeinhöhe, um das Gelenk zu schonen.

Zugmaschinen: die richtige Station auswählen

Eine Kabelzugstation vereint den oberen und den unteren Zug in einem Rahmen. Mit so einem Gerät entwickeln sich Rückentraining und Griffkraft gemeinsam. Prüf vor dem Kauf drei Punkte: die maximale Last, die Laufruhe des Seilzugs und die Deckenhöhe.

Manche Modelle haben eine Doppelsäule, praktisch für wechselseitige Bewegungen. Andere lassen sich direkt an einem vorhandenen Rack montieren – zu Hause eine clevere Lösung. Im Studio steht neben der Zugstation oft noch eine Klimmzugmaschine mit Gegengewicht.

Zugzubehör: Kleinteile mit großer Wirkung

Zugzubehör wird am Kabel eingehängt und verändert die Ausrichtung der Handgelenke. Es kostet wenig und macht aus einer Kabelzugstation eine echte Rückenwerkstatt. Das Wichtigste im Überblick:

  • Die lange Latzugstange: weiter Griff, ideal für die Breite des Latissimus.
  • Einzelne Zuggriffe: ein Griff pro Hand, für einseitiges Training.
  • Das Dreieck: speziell fürs Rudern im Sitzen und den engen Griff gemacht.
  • Zugschlaufen aus Nylon: entlasten die Unterarme, wenn der Griff vor dem Rücken aufgibt.
  • Das Seil: perfekt für Face Pulls und zum Ausbelasten am Satzende.

Alle paar Wochen den Griff zu wechseln bringt die Entwicklung wieder in Gang, ohne dass du an den Gewichten drehst.

Häufige Fragen zum Ziehen

Wie viele Zugsätze pro Woche?

Rechne mit zehn bis fünfzehn Sätzen pro Woche für den Rücken, verteilt auf zwei Einheiten. Mische in jeder Einheit vertikale und horizontale Zugübungen.

Geht es auch ohne Maschine?

Ja. Klimmzüge, Langhantelrudern und Ziehen mit dem Gummiband liefern hervorragende Ergebnisse. Am Gerät lässt sich die Belastung für Einsteiger allerdings einfacher dosieren.

Braucht man zum Einstieg einen Coach?

Wer am Kabelzug ungenau arbeitet, verschleißt seine Schultern schleichend. Zwei oder drei betreute Einheiten reichen oft, um die Bewegungsbahn zu korrigieren. Auf Koatcher findest du einen Coach für Krafttraining in deiner Nähe – im Studio oder bei dir zu Hause.

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